Rundbrief - Zentrum Seelsorge und Beratung

Zentrum Seelsorge und Beratung

Unser Angebot

Das Zentrum Seelsorge und Beratung ist ein Fachzentrum, das kirchliche Mitarbeitende und Träger im Bereich der EKHN berät, unterstützt und fachlich qualifiziert. Diese Mitarbeitenden und Träger verantworten bzw. führen in Kirchengemeinden und Dekanaten, Kirchenleitung und Kirchenverwaltung sowie im Diakonischen Werk Seelsorge und Beratung durch.

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Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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Rundbrief 2-2021


Gedanken von Pfarrerin Sonja Löytynoja

Liebe Leserinnen und Leser,

wie sieht es mit Ihrer Hoffnung aus?

Wie oft habe ich im letzten Jahr gehofft? Habe gehofft, dass der Impfstoff endlich kommt. Ich habe gehofft, dass Konfirmationen, Taufen und Trauungen stattfinden, dass Geburtstage doch mit einzelnen Verwandten gefeiert werden können. Es wird doch hoffentlich besser werden. So oft habe ich diesen Satz im letzten Jahr gesagt.

Genauso aber, das muss ich zugeben, ist mir in den letzten Monaten und Wochen das ein oder andere Mal die Hoffnung ausgegangen. Wenn die Hoffnung ausgeht, dann nicht unbedingt, weil die Realität sich verändert hat, vielleicht, weil sie sich gerade nicht verändert hat. Immer dann wenn die Erkenntnis eintritt, die Hoffnung auf etwas hat sich nicht erfüllt. Und immer dann schwindet auch die Kraft. Wenn wir feststellen müssen: durch Schließungen und Einschränkungen ändert sich doch nichts, wenn Impfstrategien nicht schnell genug greifen und wenn wir merken, dass wir zu früh aufatmen. Dann immer blieb bei mir die Kraft aus. Nicht weil es mehr zu tun gab als vorher oder die Zeit anstrengender wurde, sondern, weil die Hoffnung schwand.

Wir Menschen brauchen nämlich Hoffnung, um weiterzumachen. Hoffnung auf ganz banaler aber lebensnotwendiger Ebene; zum Beispiel: die Hoffnung morgen wieder wach zu werden, die Hoffnung auf besseres Wetter. Was würden wir ohne diese Hoffnung tun! Ganz besonders merke ich aber seit einem Jahr, dass die Hoffnung auf Dinge und Ereignisse in der Welt im Hier und Jetzt nicht das ist, was mich trägt. Im letzten Jahr bin ich von einer Hoffnung zur anderen gehüpft – Hoffnungshopping habe ich betrieben und immer wieder gemerkt: Das Erhoffte tritt nicht ein. Diese Erkenntnis kann einem die Kraft rauben.

In dieser Zeit hat es mir so oft aber geholfen, meinen Blick auf Gott zu lenken. Mich trägt die Hoffnung auf Gottes Dasein, seinen Beistand. Ich gebe zu, diese Hoffnung krempelt nicht sofort meine Realität um, aber sie verändert meine Haltung zur Realität. Das Tiefgründige kommt an die Oberfläche, das, was bleibt, tritt hervor. Es ist nicht die Hoffnung auf Schulöffnungen oder Geburtstagsfeiern, die mir Kraft gibt, es ist die Hoffnung auf Gott, der das Unwahrscheinliche zur Sprache bringt und mich den Satz sagen lässt: Alles wird gut! Alles zu seiner Zeit.

Also Gott, ich warte darauf, dass deine Hoffnung mich erreicht. Dein Glaube an diese Welt soll für uns beide reichen.

Lassen Sie uns nicht nur erzählen, wie schlecht derzeit alles ist, lassen Sie uns von unserer Hoffnung erzählen, von unseren Träumen und von dem, was uns Kraft gibt.

Und so wünsche ich Ihnen eine hoffnungsreiche Zeit mit den Worten von Paulus aus Römer 15,13:

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“

 

Nachklang

Pfarrerin Sonja Löytynoja ist seit 3 Jahren in der Luthergemeinde in Gießen tätig. In der Gemeinde trifft sich seit vielen Jahren eine Regionalgruppe der Sehbehinderten- und Blindenseelsorge.

Ihre persönliche und biblische Beschreibung der „Hoffnung“ haben mich sehr angesprochen. Ich glaube dieses Thema wird in Zukunft bei uns allen eine immer größere Rolle spielen!


Informationen aus dem Büro

Digitalradio

Wir haben ein neues Digitalradio (Radio und CD-Spieler).

Sprachassistenzen wie Alexa von Amazon oder Siri von Apple sind beliebt und bieten viele Vorteile. Doch nicht jeder hat einen Internetanschluss oder WLAN. Der deutsche Hersteller Technisat brachte nun mit dem „Digitradio 3 Voice“ das erste Radio mit internetunabhängiger Sprachsteuerung auf den Markt. Das Gerät versteht 19 Sprachbefehle, mit denen die wichtigsten Funktionen ausgelöst werden können. Außerdem werden die Namen der empfangenen Radiosender angesagt. Das Digitalradio hat die Größe eines Küchenradios und benötigt nur einen Stromanschluss.

Weitere Infos gibt es im Büro.

 

Das Auge isst mit

So heißt das Kochbuch in Schwarzschrift, welches PRO RETINA Deutschland e.V. vor Kurzem herausgegeben hat. Es bietet raffinierte Rezepte mit Lutein, einem Nährstoff, der sich hauptsächlich in der Makula anreichert. Ein Beispiel ist der Mangoldsalat mit Walnüssen.

 

Zu verschenken

Ein Kochbuch in Blindenschrift (4 Bände) und ein Wörterbuch Deutsch – Englisch, Englisch - Deutsch, 38 Punktschriftbände von der Verlagsanstalt Leipzig; Infos im Büro  06151/45477

 

Unsere Unternehmungen

Wir werden Ende September mit einer kleinen Gruppe den barrierefreien Pilgerweg von Frankfurt/Innenstadt bis Höchst laufen. Und die ersten Regionalgruppen haben sich wieder getroffen!

 

1.– 4. November 2021

Körper-Seele-Geist“ Wohlfühltage in Güttersbach/Odenwald im Hotel Zentlinde. Die Veranstaltung ist ausgebucht. Sie können sich auf die Warteliste setzen lassen.

 

19. - 21. November 2021

BegleiterInnenschulung „Mit Blinden und Sehbehinderten unterwegs“ in Wernigerode

Ein Fortbildungsangebot für Ehrenamtliche der EKHN in Zusammenarbeit mit dem Dachverband DeBeSS/Kassel und der Helmut-Kreutz Stiftung in Wernigerode (mit Abschlusszertifikat).

Nähere Informationen im Büro!

 

02. - 06. Dezember 2021 (2. Advent)

Adventstage in Gemeinschaft  im Haus Höhenblick in Braunfels

Ein verlängertes Adventswochenende mit dem Besuch des stimmungsvollen Weihnachtsmarktes in der Altstadt. Besinnung und Zeit zum Austausch untereinander, aber auch Zeit an der frischen Luft. Das familiäre Miteinander im Haus Höhenblick erwartet uns. Es sind noch Plätze frei!

Preis: DZ: 230 €/Person, EZ: 250 € mit Vollpension (eigene Anreise, Abholung am Bahnhof in Wetzlar

(Bei Bedarf zusätzliche Kosten für Begleitung)

 

Wenn Sie Interesse haben an unseren Reisen und Seminaren teilzunehmen, melden Sie sich bitte telefonisch 0 61 51 / 45 477 oder per E-Mail bei uns. Wir geben Ihnen auch gerne noch zusätzliche Informationen.

 

Neues von DeBeSS

Eine neue Informationsbroschüre wurde von einer Arbeitsgruppe der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge erarbeitet: Für Kirchengemeinden auf ihrem Weg zu einer inklusiven Kirche und mehr Teilhabe von seheingeschränkten Menschen. „Alle sollen mitwirken können und gemeinsam Kirche gestalten“ Die Broschüre befindet sich auf der Homepage von DeBeSS als blätterbare PDF und als barrierefreies Dokument, www.debess.de/hinsehen. Schriftexemplare gibt es in Kassel, buero@debess.de, oder bei uns in Darmstadt.

 

5. Fachtagung des Dachverbandes der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge DeBeSS

„Keiner da? Von der Kraft des Alleinseins bis zum Risiko der Einsamkeit

4.– 6. Februar 2022 (Freitag bis Sonntag) im Bildungshaus „St. Bernhard“ in Rastatt.

Zur Fachtagung sind alle Menschen eingeladen, die am Thema interessiert sind. Sie richtet sich insbesondere an ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende in der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge.

Zum Programm: Wir werden mit Prof. Kruse und Prof. Haußmann von der Universität Heidelberg das Thema erarbeiten. Wie gewohnt, mit Vorträgen, Kleingruppen, Arbeitsgruppen und einem Gottesdienst zum Abschluss. Weitere Kulturangebote sind für mittags und abends geplant.

Die Tagung kostet insgesamt mit zwei Übernachtungen, Verpflegung und Programm 240 Euro.

Genauere Informationen bei uns im Büro oder direkt in der DeBeSS-Geschäftsstelle, Ständeplatz 18, 34117 Kassel, Telefon 05 61 / 72 98 71 61  buero@debess.de

 


Und zum Abschluss

Mir gingen noch die Anfangsworte zum Thema „Hoffnung“ durch den Kopf, als ich auf den Text von Hanns-Dieter Hüsch gestoßen bin.

Immer wieder beeindrucken mich seine kraftvollen Texte mit sparsamer Wortanzahl:

Segensgruß von Hanns-Dieter Hüsch

Lachen und Weinen

Halten den Menschen am Leben

Und halten ihn nicht nur am Leben

Sondern bewegen ihn auch

Nicht aufzugeben

Nicht bitter zu werden

Erfinderisch zu sein

Andere verstehen zu lernen

Einen Platz anzubieten

Vielleicht auch eine Suppe und Brot

Wärme zu verschenken

Es könnte Christus selbst sein

Der um Aufnahme bittet

Und wer dies

Sich wirklich vorstellen kann

Hat alle Gewalt besiegt

Erlebt den Triumph des Glaubens

Und heilt den Frieden

Auf dass Gottes Erde

Heimat wird

Für alle Welt

 

Lachen und Weinen also Freude und Leid bringen Hoffnung und Bewegung, überwinden die Gewalt!

 

Ich grüße Sie im Namen aller, die an diesem Rundbrief mitgewirkt haben. Und wir wünschen allen viel Kraft und Gottes Segen in dieser Zeit, die uns immer wieder herausfordert. Bleiben Sie behütet!

Ihr Gerhard Christ

Wenn Sie an regelmäßigen Informationen über unsere Arbeit interessiert sind, können Sie gerne unseren kostenlosen Rundbrief abonnieren.

Er erscheint 3 mal im Jahr und kann in Schwarzschrift, Blindenschrift, als E-Mail oder auf CD-Rom bezogen werden.

Kontakt

Zentrum Seelsorge und Beratung (ZSB)
der Evangelischen Kirche in Hessen
und Nassau

Kaiserstraße 2
61169 Friedberg
Tel. 06031 162950
Fax 06031 162951
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