Rundbrief - Zentrum Seelsorge und Beratung

Zentrum Seelsorge und Beratung

Unser Angebot

Das Zentrum Seelsorge und Beratung ist ein Fachzentrum, das kirchliche Mitarbeitende und Träger im Bereich der EKHN berät, unterstützt und fachlich qualifiziert. Diese Mitarbeitenden und Träger verantworten bzw. führen in Kirchengemeinden und Dekanaten, Kirchenleitung und Kirchenverwaltung sowie im Diakonischen Werk Seelsorge und Beratung durch.

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Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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Rundbrief 1-2022


Gedanken von Kirchenpräsident Volker Jung

Seit mehreren Wochen herrscht kaum 900 Kilometer von uns entfernt ein schrecklicher Krieg. Der völkerrechtswidrige Einmarsch in die Ukraine auf Befehl des russischen Präsidenten Putin hat entsetzliches Leid für Millionen von Menschen gebracht. Die Bilder von Angriffen auf die Zivilbevölkerung – offensichtlich ein Kriegsverbrechen – und vom tausendfachen Tod von Menschen sind kaum zu ertragen. Um wie viel furchtbarer ist es für die Menschen, die dies am eigenen Leib erfahren. Vor allem Frauen und Kinder sind nun auf der Flucht. Viele Menschen sind bereit zu helfen und Menschen aufzunehmen – in den Nachbarländern der Ukraine und bei uns. Das berührt mich sehr.

Auch viele unserer Kirchengemeinden sind längst aktiv und helfen geflüchteten Menschen in enger Abstimmung mit Kommunen und Kreisen. Gleichzeitig läuten in vielen Gemeinden die Glocken. Sie weisen hin auf das schreckliche Leiden der Menschen im Krieg und rufen zum Gebet. Ich bin von Herzen dankbar, dass so viele nicht wegschauen, sondern beten, protestieren und etwas tun.

Oft denke ich in diesen Tagen an den Monatsspruch für den Monat März aus dem Epheserbrief: „Hört nicht auf zu beten und zu flehen. Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“ (Epheser 6,18)

In Interviews wurde ich seit Beginn des Krieges immer wieder gefragt: „Was nützt denn beten? Was können denn Gebete gegen Waffen ausrichten?“ Im Epheserbrief wird das Gebet selbst als eine „Waffe“ bezeichnet. Es wird in eine Reihe gestellt mit allem, was Menschen gegen Bedrohungen stark macht: Wahrheit, Gerechtigkeit, Glauben, Gottes Rettung und das Wort Gottes. Die Worte sind an Menschen gerichtet, die selbst um ihr Leben fürchten müssen. Auf die Fragen nach dem Gebet antworte ich deshalb: „Im Gebet bringen Menschen vor Gott, was sie bewegt, entsetzt, verstört, was ihnen Sorge und Angst macht. Und sie bringen ihre Sehnsucht nach Hilfe, nach Gerechtigkeit und Frieden vor Gott. Beten stärkt Menschen mit der Kraft Gottes. Diese Kraft erbitten Menschen für sich selbst und für andere Menschen, die in großer Not sind.“ Im Epheserbrief ist auch davon die Rede, dass die Kraft Gottes Menschen für das Evangelium des Friedens bereitmacht.

Ich bete in der Hoffnung, dass diese Kraft Gottes in dieser Welt wirkt – auch jetzt hier und heute. So bete ich für die Menschen in der Ukraine, dass der Krieg bald endet. Ich bete für uns, dass wir erkennen, was wir tun können – für den Frieden, für die Gerechtigkeit und für die Menschen, die jetzt Not leiden.

(Auszug aus dem Schreiben des Kirchenpräsidenten vom 18.03. 2022 an Gemeinden, Dekanate und Einrichtungen der EKHN. Den vollständigen Text können Sie bei uns im Büro erhalten. Über die Webseite www.ekhn.de/ukraine können Sie sich über den Flüchtlingsfonds der EKHN informieren.)


Wie man mit Ängsten in bedrohlichen Situationen umgehen kann

Eine Pfarrerin, eine Psychologin und ein Militärpfarrer der EKHN nennen Empfehlungen zur Stärkung der seelischen Gesundheit.

„Das Bild von einem friedlichen Europa, das wir seit vielen Jahren hatten, ist zerbrochen. Auseinandersetzungen, die mit militärischer Gewalt ausgetragen werden, haben wir in Europa nicht mehr für möglich gehalten. Wir müssen folglich umdenken, vieles neu einordnen und bewerten“, so bringt Jutta Lutzi, die Beauftragte für Psychologische Beratungsarbeit in der EKHN, die Gedanken vieler auf den Punkt.

Manche empfinden Angst, Ohnmacht und Trauer um die leidenden Menschen, andere weichen diesen Gefühlen eher aus und packen die täglichen Aufgaben an. Wie können wir mit den Emotionen umgehen, die diese Bilder auslösen und eine angemessene Haltung entwickeln?

Die drei Fachleute nennen einfache Regeln zur Stärkung der Seele:

1.   Nachrichtenkonsum dosieren, auf Selbstfürsorge achten Auszeiten nehmen (Was tut mir gut?)

2.   Gedanken stoppen, Gefühle wahrnehmen und benennen

3.   Gespräche mit anderen führen über die eigenen Wahrnehmungen und Gefühle

4.   Eigene Belastungen akzeptieren, ernst nehmen und Hilfe suchen (Die Angst hat nicht das letzte Wort)

5.   Die Verbindung zum Innersten und zu Gott aufnehmen (Auch ein Klagegebet kann befreien.)

6.   Glaube verankern, Rituale finden

7.   Gemeinsam für den Frieden beten, gemeinsam handeln


Informationen aus dem Büro

ZEIT ist

zu schnell für den, der sich freut,

zu langsam für den, der wartet,

zu lang für den, der traurig ist

und zu kurz für den, der glücklich ist.

 

Für uns vergingen die letzten zehn Jahre sehr schnell und wir freuen uns, in diesem Jahr, 2022, unser 60-jähriges Jubiläum zu begehen. (Am Ende des Rundbriefes mehr dazu!)

 

„Reisen ist spannend. Und Reisende sind Abenteurer mit Vertrauen ins Leben“ aus horus 1/2022, Peter Beck

Unter diesem Gesichtspunkt möchten wir Ihnen unsere Unternehmungen, für die es noch freie Plätze gibt, beschreiben:

23. Juni – 02. Juli 2022

Sommerfreizeit auf der Nordseeinsel Borkum, im Haus Blinkfuer „Villa Gerhards“

Preis: DZ: 850 €/Person, EZ: 980 €,

für 9 Übernachtungen mit Vollpension, Fahrt mit Bus und Fähre sowie allen gemeinsamen Ausflügen

(Bei Bedarf entstehen zusätzliche Kosten für Begleitung.)

 

29. August – 02. September 2022

Ökumenisches Bibelseminar im Bildungs- und Exerzitienhaus, Kloster Salmünster in Bad Soden-Salmünster

Preis: 230 €/Person mit Vollpension (bei eigener Anreise)

 

Deine Reise sei ohne Gefahr, deine Ankunft sei von Glück gesegnet.

Und wenn du wieder nach Hause zurückkehrst, sollst du um tausend Erlebnisse reicher sein. Irischer Segenswunsch

Unsere Studienfahrt nach Irland haben wir nach reiflicher Abwägung ins nächste Jahr verlegt. Termin: 16. bis 23.04.2023

 

SightCity Frankfurt

Die größte internationale Fachmesse für Blinden- und Sehbehindertenhilfsmittel wird aufgrund von Corona auch in diesem Jahr vom 18. bis. 20. Mai 2022 wieder als digitale Messe stattfinden.

 

Neues vom Dachverband der evangelischen Blinden- und evangelischen Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS)

Sehbehindertensonntag

Der „Sehbehindertensonntag“ ist ein Projekt des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), des Dachverbandes der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS), des Deutschen Katholischen Blindenwerks (DKBW) und der Leitungen der evangelischen und katholischen Kirche. Es geht darum, als Menschen mit einer Seheinschränkung ungehindert am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, das heißt – mehr Barrierefreiheit.

Dazu braucht es einen Impuls gerade in der Arbeit der Kirchen!

„Wir laden Sie herzlich zum „Sehbehindertensonntag“ ein, der sich in diesem Jahr auf den gesamten Monat Juni erstreckt.

Seien Sie dabei, machen Sie mit, lassen Sie uns gemeinsam etwas bewegen.“ So steht es im Flyer des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.

Mehr Informationen und verschiedene Materialien gibt es unter www.sehbehindertensonntag.de , beim DBSV unter der Tel.Nr.: 030 285387 171 oder bei uns im Büro.

 

Für unsere Landeskirche möchten wir Sie einladen:

am Sonntag, 05.06.2022 um 17.00 Uhr, nach Oberursel in die Auferstehungskirche, mit Frau Buchsein (Prädikantin), Frau Pfarrerin Brusius (Theologische Referentin des Dachverbandes der ev. Blinden- u. ev. Sehbehindertenseelsorge) und Herr Christ

 

am Sonntag, 19.06.2022

in Frankfurt in der St. Katharinenkirche, mit Frau Raupp (Vikarin), Frau Buchsein (Prädikantin)

und in Darmstadt in der Philippus-Kirchengemeinde im Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein um 10.30 Uhr, mit Frau Liebherr (Lektorin) und DBSV Darmstadt

 

Am Sonntag, 12.06.2022 um 10.00 Uhr, in Frankfurt in der Ev. Methodistische Christuskirche, mit Martin Feuerstein

 

KUNSTKLUSIV

In dieser Ausstellung wird zeitgenössische Kunst mit allen Sinnen erlebt: durch einen unsichtbaren Wald spazieren, Farben hören, Wind anfassen, in Literatur baden.

Zu sehen vom 14. – 26. Juni 2022 in Hildesheim, vom 3. – 17. Juli 2022 in Bayreuth und im August (der Termin steht noch nicht fest) in Kassel. Also jetzt schon einmal vormerken!


Und zum Abschluss

„Die Komplimente – Werkstatt“

Was soll denn das sein? Das war mein erster Gedanke, als ich diese Überschrift in dem letztjährigen Adventskalender von „Andere Zeiten“ sah.

Eigentlich eine gute Sache! Das war mein zweiter Gedanke, als ich den Text gelesen hatte.

Worum ging es bei dieser Aktion?

Die Stadt Lübeck hatte ihre EinwohnerInnen über einen bestimmten Zeitraum hinweg aufgefordert, sich gegenseitig außergewöhnliche Komplimente zu machen. Sozusagen „gute Worte“ für die Freundlichkeit in der Stadt.

An Bushaltestellen, Schaufenstern, auf Postkarten und auch digital wurden Komplimente der Dankbarkeit, Wertschätzung, aber auch der liebevollen Ironie verschickt und aufgeschrieben. Das führte dazu, dass sich Schulkinder für einen guten Unterricht bedankten oder das städtische Theater die Treue der Zuschauer lobte. „Ihr seid der Wind in unseren Segeln.“ stand da geschrieben. Ein „Geist“ von Freundlichkeit wehte durch die Stadt!

Und dann kam mir ein dritter Gedanke: Wie wäre es, wenn Sie uns, vielleicht auch untereinander und gegenseitig, als Leser- und HörerInnen dieses Rundbriefes oder auch als Teilnehmende von Veranstaltungen und Freizeiten im Rahmen unserer Arbeit, einmal ein Kompliment aussprechen würden. Teilen Sie uns mit, was Sie an unserer Arbeit lobenswert finden! Wir sammeln das und könnten das Eine oder Andere in einer kleinen Broschüre zum 60. jährigen Bestehen der SBS veröffentlichen (natürlich ohne Namensnennung). Sie können uns schreiben, anrufen, mailen oder besuchen. Oft sind die spontanen Gedanken die Besten.

Unser Motto: 60 Jahre – 60 Komplimente!

Wir sind gespannt auf ihre Rückmeldungen!

Ich grüße Sie im Namen aller, die an diesem Rundbrief mitgewirkt haben. Und wir wünschen allen viel Kraft und Gottes Segen in dieser bewegenden Zeit, die uns alle herausfordert. Bleiben Sie behütet!

Ihr Gerhard Christ

Wenn Sie an regelmäßigen Informationen über unsere Arbeit interessiert sind, können Sie gerne unseren kostenlosen Rundbrief abonnieren.

Er erscheint 3 mal im Jahr und kann in Schwarzschrift, Blindenschrift, als E-Mail oder auf CD-Rom bezogen werden.

Kontakt

Zentrum Seelsorge und Beratung (ZSB)
der Evangelischen Kirche in Hessen
und Nassau

Kaiserstraße 2
61169 Friedberg
Tel. 06031 162950
Fax 06031 162951
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